Haus der Geister, Kriminalrat Gustav Heller (2), Frank Goldammer, gelesen von Achim Buch, Der Audio Verlag, 1 MP3 11h 41 min. ungekürzt und ein GEWINNSPIEL
Im August 1881 wird Kriminalrat Gustav Heller mal wieder in die Villa von Adele Blumfeld gerufen. Dabei stellt sich heraus, dass die Hausherrin unentgeltliche Séancen abhält und während der letzten, ist ein Teilnehmer plötzlich und unerwartet gestorben. Das Haus verströmt einen morbiden Charme und dennoch glaubt der Kriminalrat weder an Geister noch an übersinnliche Fähigkeiten der Hausherrin. Selbst dass das völlig entstellte Dienstmädchen Hermina absolut stumm sein soll, seit sie bei einem schrecklichen Unfall verstümmelt wurde, kann er nicht glauben. Er ist fest entschlossen zu beweisen, dass es in dem Haus weder spukt, noch Adele Blumfeld ein echtes Medium ist, als eine Gehängte auf dem Dachboden des „Geisterhauses“ entdeckt wird. So schnell kann der Kriminalrat das Haus gar nicht untersuchen lassen, wie die nächste Seancenteilnehmerin tot aufgefunden wird. Der Fall wird immer verworrener und Schrump wird immer abergläubiger. Als sich noch sein Erzfeind Posch und ein hoher Politiker in spe einschalten, wird Heller immer ungehaltener, weil es nicht voran geht. Gut dass Medizinalrat Löbbers einen klaren, aufgeklärten Kopf behält... selbst auf Hellers Gestüt macht sich der Aberglaube unter dem Gesinde breit.
Achim Buch klingt absolut überzeugend als der absolut misstrauische und bodenständige Kriminalrat, der sehr wohl um seinen Platz in der Gesellschaft weiß und bisweilen recht ungehalten und schroff und sogar aufbrausend wird. Das bringt ihn immer wieder in Schwierigkeiten und wenn er nicht seit Kriegstagen mit dem König von Sachsen befreundet wäre, wäre er seinen Posten schon längst los! Wie anders ist da doch sein Gehilfe Schrump, dessen etwas vertrocknete, zögerlich und leicht verklemmte Stimme er ganz wunderbar trifft. Besonders viel Spaß macht es mir aber, wenn Achim Buch ins Sächsische verfällt, was bei der Landbevölkerung immer wieder vorkommt.
Langsam werden der Kriminalrat und sein Assistent ein eingespieltes Team und wissen einander zu nehmen. Heller dämmert auch so langsam, wie hilfreich es sein kann, wenn Schrump den Behutsamen und Verständigen gegenüber Zeugen und Verdächtigen gibt, wenn er mal wieder lospoltert. Wahrscheinlich sind dies die ersten Versuche des „good cop/bad cop Ansatzes“. Auch ansonsten ist der aufgeklärte Gustav Heller sehr fortschrittlich mit seiner Ablehnung von allem Übernatürlichen, trotz der aktuellen Beliebtheit der englichen „Mystery Novel“ die mit Wilkie Collins „Die Frau in Weiß“ gerade die Gemüter bewegte. Kein Wunder also, dass auf dieses Werk hier auch angespielt wird.
Es ist eine vertrackte Situation, weil alle logischen Erklärungen von Heller sich nicht nachweisen lassen, was ihm so richtig aufs Gemüt schlägt und es langsam auch seine Ehe belastet, ebenso wie seine alternden Knochen, so oft, wie er auswärts schlafen muss. Die Geschichte ist sehr wendungsreich und man muss daher gut zuhören. Sie ist stark geprägt von dem damaligen Zeitgeist, bei dem Glaube, Aberglaube und der ausgeklungenen Aufklärung. Auch wenn der König von Sachsen ein fortschrittsliebender Mann ist, so muss Heller doch vorsichtig sein, was er wie wem sagt, da die Konkurrenz nicht schläft und ihn allzugerne als Soziallisten, Kommunisten oder Ketzer darstellt. Doch er lässt sich nicht verbiegen und ist ebenso fest entschlossen, das Geheimnis der unerklärlichen vielen Todesfälle aufzuklären. Die Lösung ist allerdings auch für ihn schwer zu glauben, hätte er es nicht mit eigenen Augen gesehen... Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.
Ich bedanke mich ganz herzlich beim Der Audio Verlag für mein Hör- und das Verlosungsexemplar!
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