Mittwoch, 2. April 2025

Haus der Geister, Kriminalrat Gustav Heller (2), Frank Goldammer, gelesen von Achim Buch, Der Audio Verlag, 1 MP3 11h 41 min. ungekürzt und ein GEWINNSPIEL

Haus der Geister, Kriminalrat Gustav Heller (2), Frank Goldammer, gelesen von Achim Buch, Der Audio Verlag, 1 MP3 11h 41 min. ungekürzt und ein GEWINNSPIEL


Im August 1881 wird Kriminalrat Gustav Heller mal wieder in die Villa von Adele Blumfeld gerufen. Dabei stellt sich heraus, dass die Hausherrin unentgeltliche Séancen abhält und während der letzten, ist ein Teilnehmer plötzlich und unerwartet gestorben. Das Haus verströmt einen morbiden Charme und dennoch glaubt der Kriminalrat weder an Geister noch an übersinnliche Fähigkeiten der Hausherrin. Selbst dass das völlig entstellte Dienstmädchen Hermina absolut stumm sein soll, seit sie bei einem schrecklichen Unfall verstümmelt wurde, kann er nicht glauben. Er ist fest entschlossen zu beweisen, dass es in dem Haus weder spukt, noch Adele Blumfeld ein echtes Medium ist, als eine Gehängte auf dem Dachboden des „Geisterhauses“ entdeckt wird. So schnell kann der Kriminalrat das Haus gar nicht untersuchen lassen, wie die nächste Seancenteilnehmerin tot aufgefunden wird. Der Fall wird immer verworrener und Schrump wird immer abergläubiger. Als sich noch sein Erzfeind Posch und ein hoher Politiker in spe einschalten, wird Heller immer ungehaltener, weil es nicht voran geht. Gut dass Medizinalrat Löbbers einen klaren, aufgeklärten Kopf behält... selbst auf Hellers Gestüt macht sich der Aberglaube unter dem Gesinde breit.


Achim Buch klingt absolut überzeugend als der absolut misstrauische und bodenständige Kriminalrat, der sehr wohl um seinen Platz in der Gesellschaft weiß und bisweilen recht ungehalten und schroff und sogar aufbrausend wird. Das bringt ihn immer wieder in Schwierigkeiten und wenn er nicht seit Kriegstagen mit dem König von Sachsen befreundet wäre, wäre er seinen Posten schon längst los! Wie anders ist da doch sein Gehilfe Schrump, dessen etwas vertrocknete, zögerlich und leicht verklemmte Stimme er ganz wunderbar trifft. Besonders viel Spaß macht es mir aber, wenn Achim Buch ins Sächsische verfällt, was bei der Landbevölkerung immer wieder vorkommt.


Langsam werden der Kriminalrat und sein Assistent ein eingespieltes Team und wissen einander zu nehmen. Heller dämmert auch so langsam, wie hilfreich es sein kann, wenn Schrump den Behutsamen und Verständigen gegenüber Zeugen und Verdächtigen gibt, wenn er mal wieder lospoltert. Wahrscheinlich sind dies die ersten Versuche des „good cop/bad cop Ansatzes“. Auch ansonsten ist der aufgeklärte Gustav Heller sehr fortschrittlich mit seiner Ablehnung von allem Übernatürlichen, trotz der aktuellen Beliebtheit der englichen „Mystery Novel“ die mit Wilkie Collins „Die Frau in Weiß“ gerade die Gemüter bewegte. Kein Wunder also, dass auf dieses Werk hier auch angespielt wird.


Es ist eine vertrackte Situation, weil alle logischen Erklärungen von Heller sich nicht nachweisen lassen, was ihm so richtig aufs Gemüt schlägt und es langsam auch seine Ehe belastet, ebenso wie seine alternden Knochen, so oft, wie er auswärts schlafen muss. Die Geschichte ist sehr wendungsreich und man muss daher gut zuhören. Sie ist stark geprägt von dem damaligen Zeitgeist, bei dem Glaube, Aberglaube und der ausgeklungenen Aufklärung. Auch wenn der König von Sachsen ein fortschrittsliebender Mann ist, so muss Heller doch vorsichtig sein, was er wie wem sagt, da die Konkurrenz nicht schläft und ihn allzugerne als Soziallisten, Kommunisten oder Ketzer darstellt. Doch er lässt sich nicht verbiegen und ist ebenso fest entschlossen, das Geheimnis der unerklärlichen vielen Todesfälle aufzuklären. Die Lösung ist allerdings auch für ihn schwer zu glauben, hätte er es nicht mit eigenen Augen gesehen... Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.


Ich bedanke mich ganz herzlich beim Der Audio Verlag für mein Hör- und das Verlosungsexemplar!


Hier findet Ihr eine Hörprobe:

https://www.der-audio-verlag.de/hoerbuecher/haus-der-geister-kriminalrat-gustav-heller-2-goldammer-frank-978-3-7424-3417-3/


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-Verlost wird nur ein Print, an eine Adresse in Deutschland, keine Haftung für den Verlust auf dem Versandweg.

-Das Gewinnspiel läuft bis zum 6.4.25 um 23.59 h, am 7.4. wird ausgelost.

-Rückmeldung bis zum 9.4.25, sonst wird neu ausgelost

-Die Adresse wird nach dem Versand gelöscht

-Viel Glück!


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Mittwoch, 26. März 2025

Herr Konfetti – Mein unsichtbarer Freund, Susanna Isern, Miren Asiain Lora, Jumbo Verlag

Herr Konfetti – Mein unsichtbarer Freund, Susanna Isern, Miren Asiain Lora, Jumbo Verlag


Sophia ist ein glückliches Mädchen mit einer übersprudelnden Fantasie. Langeweile kennt sie nicht, wie auch? Sie stellt sich alles aufregend und bunt vor und außerdem gibt es ja noch ihren besten Freund Herrn Konfetti. Zwar sieht ihn außer ihr niemand, aber das ist ihr egal. Er ist stets freundlich, einfallsreich und immer an ihrer Seite, wenn sie die aufregendsten Abenteuer erleben. Doch ihre Lehrerin findet sie habe zu viel Fantasie und sei nicht ernsthaft genug. Sophia soll nun zu einem Spezialisten! Doktor Fix kennt sich nicht nur ganz besonders gut mit Fantasie aus, sondern ist begeistert von Sophia und Herrn Konfetti. Er macht ihnen Mut. Auf dem Heimweg, will Papa eigentlich ein ernstes Wort mit Sophia sprechen, doch dann denkt er an Dr. Fix und lässt sich auf Sophia und Herrn Konfetti ein. Was nun folgt, wird für sie alle unvergesslich!


Illustratorin Miren Asian hat diese Geschichte über besondere Kinder sehr liebevoll, fantasiereich und vor allem kindlich gestaltet. Herr Konfetti ist ebenso groß und offensichtlich flauschig, wie sein Gesichtsausdruck freundlich ist. Sophias Fantasiewelten werden aufregend und offensichtlich irreal dargestellt, z.B. durch Vulkane ich auffallendem Größenmissverhältnis zu dem kleinen Mädchen, während sie Büchern entspringen. Insgesamt stilisiert sie und beschränkt sich auf das Wesentliche, wie zum Beispiel die ganz klar zu erkennenden Gesichtsausdrücke, die für die Geschichte viel wichtiger sind, als die angedeuteten Frisuren.


Die Autorin und Kinderpsychologin Susanna Isern erzählt diese Geschichte von Sophia und ihrem imagniären Freund ganz liebevoll, behutsam und mit viel Verständnis. Ich hoffe, sie nimmt damit vielen Eltern mit Kinder mit imaginären Freunden ihre Angst, dass mit ihren Kindern etwas nicht stimmen könnte. Dem ist nicht so, den Kindern geht es gut, sie sind nur ausgesprochen fantasiebegabt und das ist eine der schönsten und reichsten Gaben, die hoffentlich ein Leben lang bleibt. Wenn einem nicht eingeredet wird, dass man sich schämen solle oder ähnlicher Quatsch kann dies gelingen und Sophia zeigt uns in diesem Abenteuer, dass dies wirklich wünschenswert ist, nicht nur für sie und Herrn Konfetti. Dabei ist die Sprache sowohl sehr bildhaft und poetisch schön, sie ist für Kinder ab 4 Jahren auch sehr gut verständlich. Indem der Vater sich auf Sophias Welt staunend einlässt und versucht die Welt mit ihren Augen zu sehen, wird sie auch für ihn viel bunter und freundlicher. Das liegt auch daran, dass sie letztendlich durch ihre Offenheit ein echtes Abenteuer erleben und einem Kind in Not retten. So wird auch dem Vater bewusst, dass Sophia nicht gänzlich jenseits der Realität lebt, sie aber bei Bedarf aufzuhübschen weiß, was das Leben einfach schöner macht und andere Menschen eben auch glücklich. Warum sollte man das also bitte schön ändern?


Ein Plädoyer für mehr Fantasie im Leben und für einen behutsamen und respektvollen Umgang mit besonders fantasievollen Kindern.


Ich bedanke mich ganz herzlich beim Jumbo Verlag für mein fantasievolles Rezensionsexemplar!


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Herr Konfetti – Mein unsichtbarer Freund, Susanna Isern, Miren Asiain Lora, Jumbo Verlag